Das Ehrenkomitee
Wir freuen uns sehr, das Ehrenkomitee der Manifesta 16 Ruhr vorstellen zu dürfen. Dieses Komitee hat die Aufgabe, unsere Präsenz in der Region zu stärken, bedeutsame Verbindungen aufzubauen und ihre Vision den Gemeinschaften und Nachbarschaften näherzubringen, mit denen wir zusammenarbeiten möchten. Jedes Mitglied steht für die freiheitlich-demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft, die auch die Manifesta leiten, und verfügt über eine besondere Strahlkraft in seinem Wirkungskreis. Durch ihr Engagement in den Bereichen Politik, Religion, Bildung, Kultur und Wirtschaft unterstützen sie uns dabei, unsere soziale und kulturelle Vision zu verwirklichen, starke Partner*innenschaften im gesamten Ruhrgebiet aufzubauen und die Ziele der Manifesta 16 Ruhr erfolgreich umzusetzen.
Untenstehend sind Statements von drei Mitgliedern unseres Ehrenkomitees.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages
„Im Ruhrgebiet wissen wir, was Wandel bedeutet. Wir haben gezeigt, wie etwa aus ehemaligen Industriebauten Orte des Miteinanders entstehen können, die unser kulturelles Erbe in die Zukunft tragen. Ich erhoffe mir von der Manifesta 16 einen Impuls für das Ruhrgebiet, leerstehende Kirchen als neue Räume der nachbarschaftlichen Begegnung und des Dialogs zu entdecken. Solche Orte, die Zusammenhalt schaffen, braucht es in unserer Demokratie und in unserer Gesellschaft – leerstehende Kirchen können so zu neuen Zukunftsorten werden. Als Duisburgerin freue ich mich daher besonders, die Manifesta 16 Ruhr als Ehrenbotschafterin begleiten zu dürfen.“
Jan Tombiński, Geschäftsträger ad interim, Botschaft der Republik Polen in Deutschland
Die 16. Ausgabe der Manifesta kehrt nach Deutschland zurück diesmal ins Ruhrgebiet – einer Region, deren vielschichtige Geschichte von industriellem Aufstieg, Niedergang und Wandel beim polnischen Publikum großen Anklang findet, nicht zuletzt aufgrund des bleibenden Erbes der sogenannten „Ruhrpol*innen“. Die nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten modernistischen Kirchen, die zum Teil durch die Arbeit dieser Gemeinschaft ermöglicht wurden und nun als Veranstaltungsorte der Manifesta wiederbelebt werden, stehen als kraftvolle Symbole für gesellschaftliche Erneuerung und zeitgenössische Reflexion in Zeiten der Unsicherheit. Besonders freue ich mich, dass Anda Rottenberg, die seit den Anfängen eng mit der Manifesta verbunden ist, zur Co-Creative Mediatorin ernannt wurde. Gemeinsam mit dem Co-Kurator Krzysztof Kościuczuk hat sie eine außergewöhnliche Gruppe polnischer Künstler eingeladen, deren Werke sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, die Gegenwart interpretieren und die Zukunft fantasievoll neu entwerfen.
Prof. Dr. Norbert Lammert, Ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestages
"Das Ruhrgebiet ist die Region in Deutschland, in der sich ein kontinuierlicher Strukturwechsel und ein außergewöhnliches dichtes Netz großer und kleiner Kulturstätten als Gemeinschaftsleistung von Einheimischen und Zugewanderten beispielhaft manifestieren.
Nicht nur für Gäste aus aller Welt ist MANIFESTA 16 eine besonders gute Gelegenheit beides zu entdecken."